Kampf gegen Raser auf der "Panoramastraße" Freitag, 2. März 2018

In seiner Sitzung am 22. März hatte der Gemeinderat einstimmig eine Resolution zur Bekämpfung vom Motorradlärm auf der L218 („Panoramastraße“) verabschiedet. Darin fordert man vom Kreis Düren als zuständige Behörde die Ergreifung von „Geeigneten Maßnahmen“ zur Lärmreduzierung.

Am 1. März fand im Großen Sitzungssaal des Rathauses ein Runder Tisch zu diesem Thema statt. Auf Einladung von Bürgermeister Axel Buch diskutierte Landrat Wolfgang Spelthahn sowie Polizei und Straßenverkehrsamt des Kreises Düren mit Vertretern der Anwohner sowie des Bundesverbandes der Motorradfahrer. Auch der Landesbetrieb Straßen NRW sowie Vertreter der Ratsfraktionen waren vertreten. Da eine teilweise oder ganze Sperrung für Motorräder rechtlich nicht haltbar ist, soll nun auf Vorschlag von Landrat Spelthahn in dieser Saison ein Maßnahmepaket greifen.

Nach dem sog. „Kölner Modell“ sollen mit geschulten Polizisten sowie Vertretern des TÜV vermehrt Überprüfungen von technischen Manipulationen erfolgen. Hier sollen dann auch harte Sanktionen bis zur Beschlagnahmung von Motorrädern unmittelbar greifen. Die Geschwindigkeitskontrollen sollen intensiviert werden und beidseitig erfolgen, so dass die Kennzeichen der Motorräder erfasst werden können und die Fahrer sofort angehalten werden. Zudem gibt es häufigere Schwerpunktkontrollen mit einer personell verstärkten „Sondereinheit Panoramastraße“, die die Polizei auch mit Kräften auswärtiger Einheiten aufstocken wird.

Alle Beteiligten waren sich einig, dass es gelingen muss, die „schwarzen Schafe“ von der Masse der vernünftigen Motorradfahrer zu trennen. Vor den Sommerferien werden erste Erfahrungen mit den beschriebenen Maßnahmen in derselben Gesprächsrunde ausgetauscht.