Überwachung des ruhenden Verkehrs Donnerstag, 6. Juni 2019

Zwischenbilanz

Nachdem die Überwachungskraft nunmehr fast ein halbes Jahr tätig ist, ergeben sich folgende Zahlen: In ca. 270 Fällen von ausgesprochenen Verwarnungen wurden in 160 Fällen das Parken auf dem Gehweg geahndet, in 50 Fällen das Parken ohne Parkscheibe, in 25 das Parken außerhalb von gekennzeichneten Parkflächen in verkehrsberuhigten Bereichen. Die übrigen Fälle verteilen sich auf Parken im Halteverbot sowie z. B. an Bushaltestellen.

Bei Rückfragen und Beschwerden fiel auf, dass oftmals die Regelungen des Parkens, die im § 12 Straßenverkehrsordnung verankert sind, nicht ausreichend oder gar nicht bekannt sind. Insbesondere sind hier das Parken auf Gehwegen, das Parken beim Verlassen des Autos sowie das Parken in verkehrsberuhigten Bereichen anzusprechen.

Das Parken auf Gehwegen (Verkehrszeichen Nr. 315) ist nur dort erlaubt, wo es durch ein Verkehrszeichen entsprechend angeordnet ist. Der Parkvorgang beginnt bereits beim Verlassen des Autos, aber auch, wenn länger als drei Minuten gehalten wird. Hier wird oftmals ein Be- und Entladen als Begründung vorgetragen. Dieser Be- und Entladevorgang sollte jedoch auch äußerlich erkennbar sein, z. B. durch eine geöffnete Kofferraumklappe oder durch eine eingeschaltete Warnblinkanlage. Verkehrsberuhigte Bereiche (Verkehrszeichen Nr. 325) sind gekennzeichnet durch ihre Bauart auf einer Ebene und durch die Tatsache, dass alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt sind. Die Besonderheit besteht darin, dass nur dort geparkt werden darf, wo Parkflächen markiert sind, z. B. durch eine andersfarbige Pflasterung und ein eingepflastertes „P“.

Es ist jedoch zu erkennen, dass im gesamten Gemeindegebiet sich das Parkverhalten positiv verändert hat. Dies kommt in erster Linie Fußgängern zugute, die die Gehwege nun auch nutzen können. Aber auch natürlich denen, die auf Rollstühle oder Rollatoren angewiesen sind oder Eltern, die einen Kinderwagen nutzen.