Zivil- und Katastrophenschutz

Am Donnerstag, 6. September, ab 10 Uhr heulen die Sirenen im Kreis Düren anlässlich des ersten landesweiten Warntages in NRW

Bitte vormerken: Am Donnerstag, 6. September, heulen ab 10 Uhr im Kreis Düren die Sirenen. Doch keine Bange, es ist "nur" ein Probealarm. Der Kreis Düren als zuständige Katastrophenschutzbehörde hat diesen Termin für seine 15 Städte und Gemeinden aufgrund des ersten landesweiten Warntages in NRW ausgewählt. Zum einen werden dann alle Sirenen im Kreisgebiet auf ihre Funktionstüchtigkeit hin überprüft. Zum anderen sollen die Menschen mit den Sirenensignalen und deren Bedeutung vertraut gemacht werden. Weitere Probealarme werden künftig vierteljährlich folgen. So wird der nächste Sirenenprobealarm für den Kreis Düren wieder samstags und zwar am 5. Januar 2019 und der folgende landesweite Warntag am Donnerstag den 6. März 2019 sein. Auch diese Termine werden wieder vorab über verschiedene Medienkanäle angekündigt.    

Warum testet der Kreis Düren die Sirenen?

Mit dem Ende des Kalten Krieges verstummten die Sirenen in Deutschland nach und nach. Wegen des fehlenden Feindbildes und der Alarmpiepser für Feuerwehrleute hielt man sie für überflüssig. Mittlerweile hat ein Umdenken stattgefunden. Sirenen werden wegen ihrer Weckfunktion wieder geschätzt. Wer Sirenensignale hört, der sollte wissen, was sie bedeuten und wann eine Gefahr droht.

Was bedeuten die vier Sirenensignale?

Beim Probealarm werden verschiedene Signale mit jeweils einer Pause zu hören sein.  

1) Zu Beginn ertönen ab 10 Uhr die Sirenen mit einem gleichbleibenden Dauerton von etwa einer Minute.

2) Nach einer systembedingten Pause von etwa 2-4 Minuten ertönt das zweite Signal, welches die Bevölkerung vor einer möglichen Gefahr warnen soll. Dieser Ton schwillt eine Minute lang ununterbrochen auf und ab. Im Ernstfall fordert dieses Signal die Menschen dazu auf, ein Gebäude aufzusuchen und das Radio einzuschalten, um wichtige Informationen zu erhalten. Radio Rur zum Beispiel sendet auf den UKW-Frequenzen 92,7 und 107,5 MHz.

3) Als drittes Signal ertönt wiederum nach einer Pause das Signal "Feuerwehralarm". Dazu erklingt ein einminütiger Heulton, der zweimal kurz unterbrochen wird. Mit diesem Signal werden die Feuerwehrleute zu einem Einsatz gerufen. Für die Bürger besteht also keine Gefahr.

4) Das vierte und letzte Signal im Rahmen des Probealarms bedeutet "Entwarnung". Dazu heulen die Sirenen mit einem gleichbleibenden Dauerton von etwa einer Minute. Im Ernstfall bedeutet dieses Signal: Die Gefahr ist vorüber. Beim Probealarm ist der vierteilige Test damit beendet.

Wie werde ich über den Sirenenprobealarm informiert?

Der Kreis Düren kündigt die Sirenenprobealarme jeweils über die lokalen Printmedien, Radio Rur sowie auf seiner Homepage und über die Socialmedia-Kanäle Facebook und Twitter an. Seine 15 Städte und Gemeinden erhalten die Ankündigungen ebenfalls und können sie über ihre eigenen Kanäle veröffentlichen.

Darüber hinaus sendet der Kreis Düren vor jedem Probealarm einen entsprechenden Hinweis über die kostenlose Warn-App NINA. NINA steht für Notfall-Informations- und Nachrichten-App. Die Leitstelle des Kreises Düren setzt diese Meldung jeweils eine Viertelstunde vor Beginn des Probealarms ab.

Sofern die Kommunen beim landesweiten Warntag auch Warnfahrzeuge einsetzen, werden auch Lautsprecherdurchsagen zu hören sein.

Was muss ich beachten?

Achten Sie darauf, ob sie die Sirenensignale hören, wenn sie sich im Freien aufhalten und informieren Sie sich bitte im Vorfeld. Hören sie nichts oder nur einen schwachen Ton, sollten sie sich bei ihrer Stadt- und Gemeindeverwaltung melden und einen entsprechenden Hinweis geben. Für Rückmeldungen zum Sirenentest bitte auf keinen Fall die Notrufnummern benutzen!

Infokasten

Die Sirenen haben zunächst eine Weckfunktion. Ertönt das beschriebene Warnsignal, dann heißt es zunächst: Ruhe bewahren und eine Wohnung oder ein Gebäude aufsuchen und das Radio einzuschalten, um wichtige Informationen zu erhalten.

Über das Radio, zum Beispiel Radio Rur auf den UKW-Frequenzen 92,7 und 107,5 MHz, die Warn-App NINA, das Internet und Socialmedia-Kanäle des Kreises Düren erfolgen weitere wichtige Gefahreninformationen und Handlungsempfehlungen. Bei Bedarf erfolgen zudem Lautsprecherdurchsagen und werden Bürgertelefone geschaltet. Ganz wichtig: Die Notfallnummern sind keine Informationsquellen. Sie dürfen ausschließlich bei akuter Gefahr angerufen werden!