Entstehen und Name der Gemeinde Hürtgenwald

Beschreibung und Darstellung Hürtgenwald

Die Gemeinde Hürtgenwald (Kreis Düren) liegt im Deutsch - Belgischen Naturpark Hohes Venn - Eifel und ist seit 1.1.2004 Nationalparkgemeinde des Nationalparkes Eifel.

Sie ist durch den freiwilligen Zusammenschluß der ehemals selbständigen, im Amtsverband Straß-Bergstein verwalteten Gemeinden Bergstein, Brandenberg, Gey, Großhau, Hürtgen, Kleinhau und Straß mit Wirkung vom 01.07.1969 gebildet worden.

Im Rahmen der kommunalen Neugliederung entstand die Gemeinde Hürtgenwald in ihrer jetzigen Größe am 01.01.1972 durch den Zusammenschluß mit der früheren Gemeinde Vossenack aus dem ehemaligen Landkreis Monschau.

Zur Gemeinde Hürtgenwald gehören heute die Ortschaften:

Bergstein, Brandenberg, Gey, Großhau, Horm, Hürtgen, Kleinhau, Raffelsbrand, Schafberg, Simonskall, Straß, Vossenack, Zerkall

Herkunft des Namens "Hürtgenwald"


Der Name Hürtgenwald als Gemeindenamen bezieht sich auf die Bezeichnung "Huertgen Forest", welche die Amerikaner für die hiesigen Waldgebiete verwendeten. Diese historische Gebiet geht weit über die Gemeindegrenzen hinaus und kann grob wie folgt umrissen werden: Die Bahnlinien Düren-Aachen als Grenze im Norden, die Rur im Osten, die Rurtalsperren im Süden und das Hohe Venn im Westen.

Prinzipiell blickt der Ortsteil Hürtgen auf eine jahrhundertelange Geschichte als Forstverwaltungssitz zurück. Die Bezeichnung "Hürtgen Wald" ist daher keine Erfindung der Amerikaner, sondern vielmehr ein bürokratischer Terminus, der bis 1944 jedoch keinerlei Verwendung im Volksmund kannte. Höchstwahrscheinlich stießen die Amerikaner über Forstkarten auf die Bezeichnung "Hürtgenwald". 

In den Reihen der amerikanischen Soldaten gewann der Name "Huertgen Forest" jedoch schnell zweifelhaften Ruf. Der Name Hürtgen erinnerte die GIs an Schmerz - "to hurt" - mit einer deutschen Endung. Eine beinahe sarkastische Analogie zu den Monatelangen, verlustreichen Waldkämpfen und schweren Niederlagen.