Museum "Hürtgenwald 1944 und im Frieden":
Zur Erinnerung und Mahnung wird mit Dokumenten, Fotos
und mit militärischen Exponaten als materiellen Zeitzeugen, die nachdem
Weltkrieg durchweg in Hürtgenwald gefunden wurden, in dieser Ausstellung
"Die Allerseelenschlacht des Jahres 1944 und ihre Folgen" über die unselige
Phase der Heimatgeschichte von Hürtgenwald berichtet.
Diese Schlacht nahm 70.000 jungen Soldaten ihre Zukunft; sie zerstörte Dörfer, das Land, die Wälder; sie brachte der Bevölkerung Leid und Schaden.
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Dokumentation des Geschichtsvereins e. V.
52393 Hürtgenwald - Vossenack Tel./Fax: 02429/902613 |
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Einen genauen Ortsplan erhalten Sie mit folgendem Link: Gemeindekarte Hürtgenwald- bitte hier klicken -
Öffnungszeiten:
Zeitraum: Erster Sonntag im März bis letzten Sonntag
im November
Tag: Nur Sonntags
von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr
Ausnahme nach telefonischer Terminabsprache für Führungen
unter
1) Museum nur Sonntags zwischen 11.00 Uhr und 17.00 Uhr: 00 49 - (0) 24
29 - 90 26 13 oder
2) Bernd Henkelmann: 00 49 - (0) 24 29 - 33 80
Eintrittspreise ab 01. September 2005:
| Museum:
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Erwachsene ab 18 Jahre |
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre, Behinderte, Wehrpflichtige, Zivildienstleistende, Studenten Mitglieder der NRW-Stiftung |
| ohne Führung |
3,00 € |
1,00 € |
| mit Führung (wenn angeboten) |
4,00 € |
2,00 € |
| Sanitätsbunker (wenn geöffnet): |
3,00 € |
1,00 € |
| Museum und Sanitätsbunker: (wenn Bunker geöffnet) |
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| ohne Führung |
5,00 € |
2,00 € |
| mit Führung (wenn angeboten) |
6,00 € |
3,00 € |
Hinweis: Eintrittspreis pro Person für Gruppen wie oben angegeben!
zusätzliche Informationen des Geschichtsvereins
Hürtgenwald e. V., Dr. Ing. Leo Messenig:
In der Mitte der Nacht beginnt der neue Tag
- Hürtgenwald 1944 -
Die Mahnung zum Frieden bedarf unbedingt der Erinnerung an den letzten Weltkrieg mit seinen verheerenden Folgen. Als anschauliches Beispiel bietet sich die „Allerseelenschlacht“ von 1944 im Hürtgenwald an, die unendlich viel Tod, Leid und Schäden gebracht hat, und die den Hürtgenwald vernichtete. Die Dörfer und die Landschaft wurden zerstört, aber es wurde auch etwa 70.000 Menschen in der gesamten Region ihr einziges, ihnen anvertrautes Leben genommen.
Die Dokumentation des Geschichtsvereins Hürtgenwald e. V. mit dem Thema „Hürtgenwald 1944 und im Frieden“ berichtet über diese Kämpfe anschaulich, sachlich, unpolitisch und ohne "moralischem Zeigefinger", wobei militärische Exponate nur als materielle Zeitzeugen, nicht aber als Schwerpunkt einer Präsentation zu dienen haben. Sie will letzthin durch mahnende Erinnerung auf die Bedeutung des Friedens hinweisen.
Der „Pfad des Gedenkens“ ist ein Wanderweg, der an
den wenigen Relikten jener unseligen Zeit vorbei führt und der dieselbe
Intention wie das Museum hat.
Das Museum „Hürtgenwald 1944 und im Frieden“
DIE GESCHICHTE
Herr Koni Schall aus Winden bei Kreuzau begann in den Jahren 1959/60 mit dem Sammeln von Dokumenten, Flugblättern, Landkarten und Zeitungsberichten aus der Zeit von 1944/45. Später kamen mit Hilfe von Bekannten und vom Kampfmittelräumdienst auch militärische Exponate aus Hürtgenwald hinzu.
Anläßlich der Kreuzauer Kulturtage 1977
konnte er mit seiner damaligen Sammlung eine Ausstellung über die Schlacht
im Hürtgenwald durchführen. Sie fand so großen Anklang und
Zustimmung, daß er beschloß, ein bleibendes Museum einzurichten
und zu eröffnen. Dieses Museum war in einer ehemaligen Scheune in Kleinhau
untergebracht und bestand von 1984 bis zum Frühjahr 1992. Aus persönlichen
Gründen (z. B. zu große Belastung praktisch aller Wochenenden
durch den Ausstellungsdienst) gab er die Ausstellung auf und verkaufte die
Exponate an die Gemeinde Hürtgenwald. Die Militärfahrzeuge behielt
er jedoch für sich.
Die Gemeinde hatte im Jahr 1992 die Sammlung - zwar
nicht einstimmig - angekauft, weil sie zu Recht der Auffassung war und ist,
daß diese im Hürtgenwald gefundenen Exponate eindringlich verdeutlichen,
welche unselige Schlacht die Dörfer, die Wälder und Felder zerstört
hat: Sie sind vor allem im Hinblick auf die Zukunft materielle Zeitzeugen,
die erinnern und mahnen.
Im August 1994 stellte die Gemeinde diese Exponate
einem neu gegründeten Museumsverein für eine Ausstellung anläßlich
des 50. Jahrestages der Allerseelenschlacht von 1944 zur Verfügung.
Kurz danach hatte die Dokumentation diese Aufgabe erfüllt und wurde
geschlossen. Im Dezember 1995 beschloß der Gemeinderat von Hürtgenwald,
die Exponate dem Geschichtsverein Hürtgenwald für den Aufbau einer
neuen, diesmal bleibenden Ausstellung zu überlassen. Der Geschichtsverein
konnte sie zunächst auf dem großen Dachboden des Hotels „Zum
Alten Forsthaus“ in Vossenack am 04. 07. 1996 wieder eröffnen.Am Ende
des Jahres 2000 mußte der bisherige Ausstellungsraum im Hotel geräumt
werden. Mit großer Hilfe der Gemeinde wurden zwei Pavillons
in der Ortsmitte von Vossenack nahe dem Freibad (Pfarrer-Dickmann-Straße
23) neu aufgebaut, in denen sich die Dokumentation „Hürtgenwald 1944
und im Frieden“ nun befindet. (Sie ist von März bis Mitte Dezember
jeden Sonntag von 11.00 – 17.00 Uhr geöffnet. Nach telefonischer Voranmeldung
kann sie auch in der Woche besucht werden. (Telefon: Sonntags 02429 – 90
26 13).
Das allgemeine Echo auf diese Ausstellung ist bisher
äußerst positiv.
Besucher des Museums waren nicht nur aus Deutschland,
sondern auch aus vielen anderen Ländern bis hin aus Australien. Es
kamen deutsche und amerikanische Veteranen, die hier in Hürtgenwald
im Jahre 1944 als Soldaten waren. Sie wollten nicht nur jene Zeit in ihrer
Erinnerung wieder lebendig werden lassen, sondern es fanden auch viele freundschaftliche
Treffen zwischen den ehemaligen Feinden statt. Viele Angehörigen derer,
die hier gefallen sind, suchen Hürtgenwald auf. Zahlreiche Gruppen
von deutschen, amerikanischen und holländischen Soldaten besuchen fast
regelmäßig die Ausstellung wie auch das Umfeld, um im Rahmen
des taktischen Unterrichtes vorwiegend aus den damaligen Fehlern einer sinnlosen
Strategie zu lernen.
DIE ZIELSETZUNG UND BEDEUTUNG
Diese Ausstellung "Hürtgenwald 1944 und im Frieden" hat zumindest für unsere Gemeinde eine wichtige Bedeutung. Sie will gedenken und erinnern.
Sie will gedenken an jene Allerseelenschlacht von 1944,
die unendlich viel Tod, Leid und Schäden gebracht hat, und die den Hürtgenwald
vernichtete. Nicht nur die Landschaft wurde zerstört, auch viele, sehr
viele Menschen starben, wurden verletzt. Unsere Bürger - vertrieben
in die Evakuierung, der dortigen Bevölkerung aufgezwungen und deshalb
unbeliebt - kehrten im Jahre 1945 in diese ihre Heimat zurück, um ihr
Eigentum völlig vernichtet vorzufinden, das sie sich in vielen Jahren
und mit vielen Mühen aufgebaut hatten.
Diese Ausstellung will erinnern daran, daß es eine schreckliche Phase in der Heimatgeschichte gegeben hat, die seinerzeit zwar Hürtgenwald in das Licht der Weltöffentlichkeit brachte, die aber immer mehr in die Vergessenheit gedrängt wird.
Sicherlich ist das Thema der letzten Kriegsjahre sehr
sensibel: Es berührt alte, schmerzliche Erinnerungen und es erinnert
an bedrückende, elende Jahre. Aber man kann dies nicht in die Vergessenheit
sinken lassen, sondern man muß diese Zeit lebendig halten, schon
um dar-zulegen, daß unsere jetzige heile Welt keine Selbstverständlichkeit
ist, sondern auch auf tönernen Füßen steht. Man kann sich
des Eindrucks nicht erwehren, daß manche dem Jahr 1933 unmittelbar
das Jahr 1946 folgen lassen wollen, als ob die unheilvolle Zeit dazwischen
nicht zur Geschichte einer Gemeinde gehören würde. Aber man kann
sich drehen und wenden, wie man will: Die Allerseelenschlacht ist Wirklichkeit
gewesen. Sie gehört deshalb uneingeschränkt zur Vergangenheit
wie alles andere auch.
Es muß ferner bewußt sein, daß Zehntausenden
von jungen Menschen hier ihr einziges, ihnen anvertrautes Leben genommen
wurde, bevor sie es anfüllen, ausfüllen oder sogar erfüllen
konnten. Man darf die Zivilopfer nicht vergessen und auch nicht die Männer
des Minenräumkommandos, die in Ausübung ihrer Arbeiten starben.
Es war von Anfang an klar, daß die Berichterstattung über die Kämpfe vom Jahr 1944 im Hürtgenwald sachlich, unpolitisch und ohne "moralischem Zeigefinger" zu erfolgen hat, wobei die militärischen Exponate - obwohl im Hürtgenwald gefunden - nur als materielle Zeitzeugen, nicht aber als Schwerpunkt einer Präsentation zu dienen haben. Wesentlich ist die Dokumentation von Fotos, Filmen, Zeitungsausschnitten, Gedichten u. a.; sie muß in Zukunft noch erweitert werden und ist zu ergänzen durch Berichte und Empfindungen von jetzt noch lebenden Zeitzeugen, damit ein umfangreiches Bild der damaligen Zeit von Hürtgenwald erkennbar wird.
Was können wir aus den Geschehnissen der damaligen
Zeit für unsere Lebensgestaltung lernen?
Sicherlich steht die Hoffnung im Vordergrund, daß
dies alles sich nicht mehr wiederholen möge. Wir können das mit
Sicherheit beeinflussen, wenn wir den Frieden zunächst in uns, in
unserer Familie, in unserer Nachbarschaft verwirklichen. Was wir aber auch
für manche trost-lose Lebenssituation lernen können: Unsere Mitbürger
standen damals nach ihrer Rückkehr in ihre Heimat vor dem Nichts.
Sie haben bewundernswert tapfer und unverdrossenen Mutes begonnen, die Schäden
des Krieges zu beseitigen, wieder neu aufzubauen und die Landschaft neu zu
gestalten, so daß sie sich heute so darbietet als ob darüber nie
eine vernichtende Schlacht gegangen wäre. Ihr Lebensmut ist auch das
Motto der Ausstellung:
"Mitten in der Nacht beginnt der neue Tag."
RELIKTE DER ALLERSEELENSCHLACHT
Der Bestand der Ausstellungsstücke, die von der
Gemeinde Hürtgenwald aus dem Nachlass des ehemaligen "Museum 1944" in
Kleinhau erworben wurden, sowie Exponate, die dem Geschichtsverein in der
Zwischenzeit übergeben wurden, umfasst Gegenstände der deutschen
und amerikanischen Armee aus den Jahren 1944/45. Es sind durchweg Fundstücke
aus dem Gebiet des Hürtgenwaldes; sie sind somit mit der Heimatgeschichte
der Gemeinde Hürtgenwald unmittelbar verbunden.
Neben verschiedenen Felduniformen finden sich Bekleidungen und Bekleidungsstücke, sowie Geräte des Alltages, welche die Soldaten begleiteten:
z. B.: Jacken, Mäntel, Schuhe, Koch- und Essgeschirre, Feldflaschen, Essbestecke, Tornister, Zeltbahnen, Spaten, Karbidlampen. Dazu optische Geräte und Nachrichten-übermittlungsgeräte: z. B.: Scherenfernrohr, Panzerzieloptik, Entfernungsmesser, Feldtelefone, Funkgeräte, entsprechende Stromaggregate.
Die Sammlung umfasst an amerikanischen Waffen: z. B.:
Colt 45, verschiedene MG Brownings, Panzerabwehrgerät (Bazooka), Handgranaten,
Kampfgranaten der Artillerie.
Deutsche Waffen: z. B.: MG , Karabiner, Pistolen, Signalpistolen
verschiedener Ausfüh-rungen, Granatwerfer, Panzerfäuste, Handgranaten,
Panzerminen, Schützenminen; Artillerie-Granaten.
Der Dokumentenbereich enthält: z. B.: Zeitungsartikel und Zeitungsberichte, Postkarten, Waffenvorschriften, Landkarten, Flugblätter der amerikanischen und deutschen Seite, Ausweise und Pässe. Außerdem zeigen Fotowände, wie Straßenzüge verschiedener Dörfer in der Gemeinde Hürtgenwald vor dem Krieg, unmittelbar nach der Zerstörung und heute beschaffen waren bzw. sind. Ferner finden sich:
· Modelle des Westwalls und der Luftverteidigungszone
West,
· Modelle von militärischen Fahrzeugen,
· Ein Bauernhof im Kriege mit der Versorgung
eines verwundeten Soldaten,
· Ein Jeep aus jenen Jahren und ein Feuerwehrwagen,
der unmittelbar nach dem Krieg als einziges Fahrzeug zum Löschen der
Waldbrände im Hürtgenwald eingesetzt wurde und von dessen Typ
nur noch zwei existieren.
· Ein Bunker-Modell in Originalgröße.
Die Tatsache, dass trotz aller Feindseligkeit auch Menschlichkeit zwischen den Fronten herrschte, wird durch das Bild „a time for healing“ in unserem Museum verdeutlicht. Es zeigt die humanitäre Zusammenarbeit zwischen deutschen und amerikanischen Ärzten während der Kämpfe im Hürtgenwald nahe der Mestrenger Mühle im Kalltal bei Simonskall. Das Bild, von deutschen und amerikanischen Veteranen einem Maler mit authentischen Angaben in Auftrag gegeben, wurde 1996 in einer Feierstunde in Pennsylvanien enthüllt und eine Kopie von amerikanischen Offizieren dem Geschichtsverein Hürtgenwald im Jahre 1997 überreicht.
Beim Gang durch unsere Dokumentation betritt man zuerst den Raum, in dem die Sammlung Walter Strunk ausgestellt ist: Fundstücke aus der Jungsteinzeit und der Römerzeit aus der Region Hürtgenwald. Es folgt der Westwall-Raum mit Modellen, Bunkergegenständen, Plänen und entsprechenden Fotos z. B. des Bunkerbaues. Es schließen sich ein Kartenraum und der Bereich deutscher militärischer Exponate an. Sie gelangen dann zu einem Bauernhof im Kriege mit der Versorgung eines Verwundeten. Dann finden sich die amerikanischen Fundstücke und Exponate sowie eine Reihe Großfotos mit der Darstellung der zerstörten Landschaft.
Durch einen Bunker verlässt man die Dokumentation.
Im Ausgangsflur hängen an der Wand Fotos einer katholischen Jugendgruppe,
die von Heinsberg bis Saarbrücken am Westwall entlang gewandert ist
und dabei fotografisch festgehalten hat, was ihr – vor allem hinsichtlich
der jetzigen Verwendung und des derzeitigen Zustandes der Bunker und der
Höckerlinie – auffiel. (Sie hat überdies darüber ein sehr
erfolgreiches Buch geschrieben: Hansen, Auf der Spurensuche des Westwalls,
Helios-Verlag Aachen.)
Der Pfad des Gedenkens
Der „Pfad des Gedenkens“ ist ein Wanderweg von 10 km Länge, der an Hinweisen und an noch erhaltenen Relikten vorbei führt, die an die verlustreiche „Allerseelenschlacht“ des Jahres 1944 um Vossenack erinnern. Er wurde mit anderen Wanderwegen vom „Rureifel Tourismus e. V.“ eingerichtet und beschildert, einem Zusammenschluß der Gemeinden Heimbach, Hürtgenwald, Kreuzau und Nideggen, um den Touristen die Möglichkeit zu bieten, das Wandern mit der Besichtigung sehenswerter Objekte zu verbinden.
Vom Museum „Hürtgenwald 1944“ des Geschichtsvereins
führt der ausgeschilderte Weg zur Pfarrkirche und der Kreuzgruppe
auf dem Friedhof. In der Kirche standen sich deutsche Soldaten am Altar
und Amerikaner am Portal in erbarmungslosen Nahkämpfen gegenüber.
Das Kreuz, in 1987 aufgestellt, ist kein Friedenskreuz,
obwohl es an den Frieden mahnt, sondern ein Kreuz des Trostes.
Von dort über den Mestrengerweg an dem alten Feldkreuz, dem „Stumms Krüzche“, vorbei zu dem berüchtigten Kall-Trail, der hinab zur Mestrenger Mühle führt und damit zu einem hart umkämpften Gebiet mit vielen Gefallenen. Der Weg von der Pfarrkirche zur Mestrenger Mühle war eine Hauptrichtung des amerikanischen Angriffs auf Schmidt. Bei einem Abstecher in Richtung Schmidt finden sich noch Panzerketten und Schützenlöcher. Die Panzerketten sind Relikte von abgeschossenen amerikanischen Panzern, Typ A10 und von einem Weazel.
Die Mestrenger Mühle war oftmals ein deutscher Gefechtsstand oder ein amerikanisches Hauptquartier, sowie Verbandsplatz von Freund und Feind. Vor allem in Kampfpausen halfen sich dort Ärzte und Sanitäter beider Seiten gegenseitig, ihre verwundeten Soldaten medizinisch zu versorgen. Ein Stück Menschlichkeit in einem erbitterten Krieg.
Der Pfad geht über die beherrschenden Höhe
der Teufelsley, von der aus die Deutschen das Kalltal gegen die angreifende
amerikanische Infanterie beherrschten, nach Simonskall. Dort ist der noch
erhaltene Sanitätsbunker 347 nach Rücksprache im Museum zu besichtigen.
(Regelbautyp 32; erbaut 1938; Größe: 10,20
x 14,80 m. Er war für 20 Verwundete und 4 Sanitäter errichtet worden.)
In unmittelbarer Nähe liegt ein gesprengter, aber gut erhaltener Gruppenunterstand ohne angehängtem Kampfraum, für eine Belegung mit 15 Soldaten. Der Bunker diente als Schutz vor Fliegerbomben und Artillerie-Beschuß sowie als Unterkunft. Gekämpft wurde außerhalb des Bunkers in Schützenlöchern und Gräben. (Regelbautyp 10; erbaut 1938; Größe: 8,80 x 8,40 m.)
Im „Haus des Gastes“ ist eine Dokumentation der deutschen 116. Panzerdivision („Windhund-Division“), , die im Hürtgenwald gekämpft hatte.
Der Pfad führt hinauf zum Soldatenfriedhof. Hier liegen ca. 2.400 deutsche Soldaten und 33 deutsche Kriegsgefangene, die Minen räumen mußten und dabei umkamen. Feldmarschall Walter Model ist hier ebenfalls begraben. Daneben ist eine Gedenkstätte der Windhund-Division für alle im Hürtgenwald gefallenen Soldaten der deutschen 116. Panzerdivision: Ein Soldat stützt seinen sterbenden Kameraden.
Der Rückweg zum Museum führt am Friedenskreuz
des Geschichtsvereins vorbei.
Der „Pfad des Gedenkens“ bedarf eines sachkundigen
Führers. Im Museum werden derartige Führungen neben einem umfassenden
Überblick über die Allerseelenschlacht angeboten.